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Am Ofen steht mein Schätzchen und bäckt süße Plätzchen für den Weihnachtsmann, damit dieser Gute neben seiner Rute auch was Süßes bringen kann. Ein Blech - große gelbe, noch einmal dasselbe, aber diesmal sind sie braun. Sterne, Glöckchen, Runde – das Wasser steht im Munde, ich kann nicht satt mich schau'n. Drum schleiche ich voll Heimlichkeit durch der Küche Räumlichkeit, Versteck' mich hinter'm Spind. Genau so, wie mein Hoffen, ist die Türe offen, dort, wo die Plätzchen sind. Mein Arm schleicht um die Ecke, zu dem Schrank - Verstecke und fühlt schon den Rand einer runden Dose, die dort steht ganz lose, mir kribbelt's in der Hand. Schon lüfte ich den Deckel, da fällt der mit Spektekel auf den Boden hin. Von dem Geräusch getrieben, seh' ich den Schatz an stieben und ganz verstört ich bin. Mit drohender Gebärde steht sie an ihrem Herde, das Nudelholz parat. Ich kriege kaum die Kurve, um die ich flüchtend schlurfe, denn die hat neunzig Grad. Kaum bin ich von dannen, da hör ich schon die Pfannen, die sie nach mir warf, an der Wand zerspringen – hell die Gläser klingen, aber keines traf. Entronnen der Attacke, schlüpf' ich in meine Jacke und geh' zum Wirtshaus schlau. dort schwör ich beim Likör, dass ich nimmermehr süße Plätzchen klau'. Reinhard Stenzel |
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